Alte Kanzlei

Grüner Salon

Edmauro de Oliveira und János Stefan Buchwardt lassen das Publikum mit Shakespeares Sonetten und Dowlands Lautenkompositionen ins elisabethanische Zeitalter eintauchen.
Mit ihrem Gesang greift Gabriella Azoulay die Stimmung aus Tschechows Erzählungen auf. János Stefan Buchwardt liest dieselben.
Der Bratschist Ion Precup und der Erzähler János Stefan Buchwardt versenken sich in Robert Walsers detailverliebte Texte.
Schaurig bis skurril: Buchwardt fesselt das Publikum mit seiner Darbietung eigentümlicher Erzählungen.
János Stefan Buchwardt und Edmauro de Oliveira verschmelzen Texte der Droste‑Hülshoff mit südamerikanischen Gitarrenklängen.
Literaturgeschichte in der Alten Kanzlei: János St. Buchwardt und Michael Jaeger interpretieren «Bartleby, der Schreiber».
Doppelvorstellung in der Alten Kanzlei: Roman Glaser und János Stefan Buchwardt widmen sich Saint-Exupérys kleinem Prinzen.
Edith Nesbits «Das violette Automobil», interpretiert von János Stefan Buchwardt und Stefan Baumann am Cello.
János Stefan Buchwardt liest Tolstois «Luzern» im Grünen Salon der Alten Kanzlei.
Erzähler und einer Ihrer Gastgeber: János Stefan Buchwardt
Herzlich Willkommen im Grünen Salon: Nehmen Sie Platz, wo Wort und Musik sich die Hände reichen!

Ankündigung |

Reservation

Ein tragisches Reiseerlebnis

«Mario und der Zauberer»

Thomas Mann

János Stefan Buchwardt, Sprecher

Samstag, 4. August 2018, 19.00 Uhr
Sonntag, 5. August 2018, 17.00 Uhr
Türöffnung jeweils 30 Minuten vor Beginn
Bahnhofstrasse 29, 8636 Wald/ZH

Fr. 25.- (Einzelpersonen inklusive Apéro)
Fr. 20.- (Rabatt ab 3 Personen/Legi, inklusive Apéro)
ca. 100 Minuten (mit Pause)
Reservation obligatorisch
Bitte teilen Sie uns mit, für welches Datum Sie wie viele Karten benötigen.

Dankenswerterweise unterstützt durch:
agkultur Wald

Thomas Mann zu Gast in der Alten Kanzlei

Der grosse Romancier Thomas Mann (1875-1955) erweist sich auch als Meister kürzerer Prosa. Seine Virtuosität in deutscher Sprache ist unbestreitbar. Der aus dem Jahre 1929 stammende Text legt Zeugnis ab von einem überragenden Geist und einer glanzvollen Stilistik. «Mario und der Zauberer», das ist hohe Kunst der Sprache, eine Geschichte aus der Hand einer Kapazität, die in Schau und Haltung ein aufgeschlossenes Europäertum repräsentiert.

Italienreise mit Zwischenfällen

Passend zur sommerlichen Reisesaison präsentiert der Hausherr János Stefan Buchwardt diese aufrüttelnde Novelle. Mit seiner Familie macht der Erzähler Urlaub in Italien, wo der Faschismus aufzukeimen beginnt. Der Aufenthalt ist von Zwischenfällen geprägt. Höhepunkt ist der Besuch eines Zauberers, Cavaliere Cipolla. Er hypnotisiert einzelne Zuschauer, welche er auf die Bühne holt und gegen ihren Willen handeln lässt. Auch Mario wird zu seinem Opfer – es kommt zum Eklat!

Ein befreiendes Ende

In Thomas Manns Erzählung um unsinnig erscheinende Diskriminierungen und Demütigungen wird der eigene, der freie Willen zum hohen Gut erklärt. Und es wird verdeutlicht, dass es weder die Bürgerlichen noch die Bessergestellten sind, die die Verzerrung um den Magier Cipolla erkennen. Mario, als Kellner ein Mann aus dem einfachen Volke, ist derjenige, der es wagt zu revoltieren. Die Novelle ist schliesslich Aufforderung zu mehr eigenem Denken und freiem Handeln.

Zitat aus «Mario und der Zauberer»

«Die Freiheit existiert, und auch der Wille existiert; aber die Willensfreiheit existiert nicht, denn ein Wille, der sich auf seine Freiheit richtet, stösst ins Leere.»

Herzlich willkommen im Grünen Salon: Nehmen Sie Platz, wo Wort und Musik sich die Hände reichen!